Eine alte Börsenweisheit und die Streuung des Anlagevermögens in verschiedene Arten von Aktien

13 Dez

An der Börse gibt es eine oft zitierte Börsenweisheit, die folgendermaßen lautet: „Don’t put all eggs in one basket.“ Man soll also nicht alle Eier in einen Korb legen, da bei einem Crash alle Eier kaputt gingen. Bezogen auf Aktien bedeutet dies, dass der Anleger seinen Anlagebetrag in unterschiedliche Aktien investieren soll, anstatt den kompletten Betrag in nur eine einzelne Aktie zu investieren. Um so das Risiko zu minimieren, hat der Anleger folgende Möglichkeiten: Zunächst müssen die unterschiedlichen weltweiten Regionen betrachtet werden.

So kann beispielsweise in Aktien im europäischen Raum investiert werden und gleichzeitig in Aktien von Unternehmen, die in Südamerika ansässig sind. Neben dem geografischen Aspekt sollte die Art des Unternehmens berücksichtigt werden: Eine Diversifikation kann darin bestehen, Aktien von neu gegründeten Unternehmen zu erwerben und ebenso Aktien von alt eingesessenen Unternehmen zu kaufen. Eine weitere Möglichkeit liegt darin, auf die Art des Unternehmens zu achten. So sollten nicht nur Aktien von Unternehmen gekauft werden, die beispielsweise mit Luftfracht bzw. Transport zu tun haben (Air France, Lufthansa, EADS,…), sondern auch in diesem Fall empfiehlt es sich, breit aufgestellt zu sein. Aktien von Konsumgüterherstellern sollten genauso berücksichtigt werden wie Aktien von Unternehmen aus der Tourismusbranche. Je besser die Verteilung des Anlagevermögens durchgeführt wird, desto besser ist das gesamte Anlagevolumen gegen Krisen in einzelnen Ländern oder Branchen geschützt. Diese Strategie kann natürlich keine hundertprozentige Absicherung bieten, da Aktien per se ein Risiko bergen. Allerdings ist dies eine Möglichkeit, Risiken zu begrenzen, und diese Möglichkeit sollte unbedingt genutzt werden.

Darüber hinaus sollte eine weitere Streuung des Vermögens durchgeführt werden – nämlich eine Streuung nicht nur in Aktien, sondern auch in andere Wertpapiere wie beispielsweise Fonds oder Anleihen, in Immobilien, in Rohstoffe etc. Für eine sinnvolle Aufteilung des Vermögens sollte am besten ein Finanzberater einer Bank konsultiert werden, der (auch vor dem Hintergrund steuerlicher Aspekte) nützliche Hinweise geben kann.

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Vorüberlegungen

19 Okt

Bevor ich es mit Aktien versuche, möchte ich mich möglichst gut vorbereiten. Dazu habe ich mir folgende Punkte notiert

  • Wie eigne ich mir das nötige Basiswissen an? Im Internet habe ich dazu ein paar Seiten und Foren notiert, die auch für Anfänger gut geeignet sind. Außerdem habe ich mir ein paar Einsteigerbücher zum Thema Aktien bestellt und schaue ab und an in den Finanzteil der Tageszeitung. Später werde ich auch noch einen Termin mit einem Anlageberater bei der Bank vereinbaren – ich wurde jedoch schon vorgewarnt, nicht nur unbedingt auf dessen Einschätzung zu vertrauen. Ich denke es ist gut, wenn man sein Wissen aus möglichst vielen Quellen zusammensucht und dann die beste Option für sich heraussucht.
  • Wieviel steht mir an Kapital zur Verfügung? Ich habe mir eine Übersicht über meine gesamte finanzielle Situation gemacht, einen „Puffer“ für alle Eventualitäten geplant und meine Rücklagen unangetastet gelassen. Jetzt weiß ich ungefähr, was ich an Kapital für Aktien zur Verfügung habe. Zu Beginn werde ich natürlich nur einen kleinen Teil investieren, schließlich fange ich gerade erst an.
  • Welches Risiko bin ich gewillt einzugehen? Will ich langfristig investieren oder kurzfristig spekulieren? Grundsätzlich gilt ja, dass hohe Gewinnchancen auch mit einem hohen Risiko verbunden sind. Ich gehe erst einmal lieber auf Nummer sicher, investiere kleine Beträge auf längere Sicht und schaue mal, wie ich mich im Aktienhandel mache.

Ich merke gerade, dass es ganz schön lange dauert diese Fragen für sich zu beantworten. Ich kann nur jedem Anfänger raten, nicht kopflos drauf los zu preschen, sondern sich für diese Überlegungen ein wenig Zeit zu nehmen.

Mein Weg zur Börse

19 Okt

Wie die meisten Menschen dachte ich mein Leben lang, dass mein Geld auf der Bank am besten aufgehoben sei.

Im Zuge der Entwicklungen seit der Finanzkrise 2008 geriet diese Einstellung immer mehr ins Wanken, sodass ich mich in der letzten Zeit vermehrt mit dem Thema Kapitalanlagen befasst habe. Besonders fasziniert mich dabei der Aktienhandel. Dass der mit einem gewissen Risiko verbunden ist, ist mir natürlich vollkommen klar – allerdings ist das bei Immobilien, Versicherungen und sogar Gold auch nicht anders. Kein Grund also für mich, es nicht mit Aktien zu versuchen.

Hier möchte ich meinen Weg zur Börse beschreiben, welche Fragen mir dabei durch den Kopf gehen und welche Erfahrungen ich mache.

Warum möchte ich an die Börse?

Der Grund für mich an der Börse einzusteigen ist natürlich, dass ich mit Aktien Geld verdienen möchte. Zwar gilt das Guthaben auf dem Sparbuch nach wie vor als „sicher“ – die Zinsen sind jedoch verschwindend gering. Wenn es ganz schlecht läuft mache ich im Falle einer Inflation sogar Verluste!

An der Börse hingegen kann ich Gewinne einfahren – und dass langfristig sogar, ohne all zu viel Arbeitszeit investieren zu müssen. Ein weiterer Pluspunkt: Anders als bei Kapitalanlagen, die auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet sind (z.B. Lebensversicherungen), kann ich Aktien jederzeit kaufen und wieder verkaufen – das heißt ich komme schneller an mein Geld, wenn ich es brauche.

Im Prinzip gibt es zwei Arten, wie man mit Aktien Geld verdienen kann: Durch Kursgewinne und durch Dividenden. Dividenden sind eine Art erfolgsabhängige Entlohnung der Unternehmen. Haben diese Gewinne erwirtschaftet, schütten sie einen Teil dieser Gewinne in Form von Dividenden an ihre Aktionäre aus.